Stephanie Beier ist die neue Jugendreferentin an der Stadtkirche

1.) Guten Morgen Frau Beier! Was gab es denn heute bei Ihnen zum Frühstück?

Guten Morgen, oder man kann ja schon fast sagen, guten Mittag Herr Picard! Bei mir gab es eine große Tasse Kaffee (heute mal einen Nutella Latte Macchiato – unbedingt empfehlenswert!) und ein frisches Croissant vom Bäcker nebenan.

2.) Und wie sieht Ihr weiterer Tagesablauf heute aus?

Ich bereite mich gerade auf meinen Abschied in der Gemeinde vor, in der ich bislang gearbeitet habe. Es gibt noch eine Menge zu tun und vor allem der Abschied von den lieben Jugendlichen benötigt eine besondere Aufmerksamkeit. Heute Abend wird das letzte Mal die Bandprobe unsere Jugendband stattfinden und ich habe ein „Abschiedslied“ vorbereitet.
Ansonsten habe ich eben noch die schöne Sonne und die herrlichen Blumen auf meiner Terrasse genossen und dabei einen Eiskaffee getrunken.

3.) Wir freuen uns, dass Sie zum 1. Mai bei uns beginnen und als Hauptamtliche Jugendreferentin die Jugendarbeit in der Stadt gestalten möchten. Worauf freuen Sie sich denn besonders?

Ich bin ganz gespannt auf die vielen netten Menschen, die mir jetzt schon signalisieren, dass sie sich auf mich auch so doll freuen, wie ich mich auf sie.
Bei den Vorstellungsgesprächen habe ich von den vielen unterschiedlichen Talenten erfahren, die es bereits in Wermelskirchen gibt und ich denke, dass ich mich gerne als Schatzsucherin aufmache, um die Schätze in Wermelskirchen ausfindig zu machen.

4.) Was schätzen Sie an der Arbeit mit jungen Menschen?

Meiner Meinung nach ist die Arbeit mit jungen Menschen nur bedingt planbar und das ist es, was es für mich so spannend macht. Mit Kindern und Jugendlichen ein Stück gemeinsamen Weg zu gehen, und dabei die unterschiedlichsten Entdeckungen zu machen, das ist für mich lebendige Arbeit. Voneinander und miteinander zu lernen, das schätze ich besonders. Aber keine Sorge, es soll auch viel Spaß dabei sein. Ich verstehe mich als Impulsgeberin und Lernende!

5.) Welche konkreten Ideen, Ziele oder auch Pläne haben Sie für Ihre Arbeit in WK?

Wie ich eben schon sagte, ich möchte gerne Schätze entdecken und heben. Ich möchte Menschen begeistern für die Kirche und sie mitnehmen in die Gemeinschaft. Mein Wunsch ist es, dass Kinder und Jugendliche den Weg in unsere Gemeinde finden und sich bei uns Wohlfühlen!
Ich bin ein musikalischer und künstlerischer Mensch und diese Begabungen möchte ich einbringen in meine Arbeit für die Evangelische Kirchengemeinde Wermelskirchen.

6.) Sie waren ja auch in der Gemeinde an der Stadtkirche in Remscheid tätig, und Ihnen ist der Kirchenkreis bekannt. Welche weiteren Stationen lagen denn bisher auf Ihrem beruflichen Weg?

Neben der Arbeit als Jugendleiterin leite ich Seminare für Schülerinnen und Schüler bei der ESR (der Evangelischen Schülerinnen und Schülerarbeit im Rheinland), für Ehrenamtliche (in und mit der Evangelischen Jugendbildungsstätte Hackhauser Hof) und für Mitarbeitende im freiwilligen sozialen Jahr (Im diakonischen Jahr der Evangelischen Kirche von Westfalen).

7.) Und wenn Ihnen der Kopf von der vielen – und bestimmt nicht immer leichten – Arbeit qualmt, wo finden Sie Entspannung und Ablenkung?

Am allerliebsten in der Musik. Ich höre gerne Musik, aber ich musiziere auch selber. Beispielsweise wenn ich mit meinem Gesangsensemble L’une L’autre auftrete.
Außerdem male ich in Aquarell und Acryl und arbeite gerade an meiner zweiten Ausstellung.
Da ich ein großer Tatort-Fan bin, spiele ich auch selber gerne „Tatort“ … So gestalte ich mit meinen Freunden Krimi-Dinner-Abende daheim – das ist sehr spannend und lecker!

8.) Was ist Ihre geistliche Tankstelle – wo finden Sie Power für den Glauben?

In guten Gottesdiensten – in meinem Gospelchor Unisono – und in meiner persönlichen stillen Minute, meiner „Hour of Power“…

9.) Frau Beier, ich erlebe Sie als einen freundlichen und frischen Menschen – was bringt Sie denn auf die Palme?

Ich könnte ja jetzt sagen „Finden Sie es selbst heraus“… aber das ist sicher nicht die Antwort, die Sie hören möchten…

Ich könnte mich aufregen, wenn meine Lieblingshandballmannschaft (der Bergische Handballclub) in entscheidenden Spielen nicht in Schwung gerät…

…wenn in der Brötchentüte anstatt den gekauften 5 Brötchen nur 4 Brötchen vorhanden sind…

…und wenn man nicht ehrlich mit mir ist. Ich könnte die Krise bekommen, wenn übereinander und nicht miteinander gesprochen wird!

10.) Was wünschen Sie sich denn von uns als Kirchengemeinde? Was ist Ihnen für ein Arbeiten mit uns wichtig?

Ich wünsche mir viele offene Menschen, die auch Lust haben mal etwas Neues auszuprobieren und sich gemeinsam mit mir auf den Weg machen.

Frau Beier, ich wünsche Ihnen viel von Gottes Segen für diese so bedeutende Arbeit – danke, dass Sie sich Zeit fürs Interview genommen haben – bis bald…
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Stephanie Beier kommt aus Solingen, ist 35 Jahre und beginnt zum 1. Mai als Hauptamtliche Jugendreferentin in der Stadt.
Das Interview führte Stefan Picard am 7.4.2011