Konzert “Ein deutsches Requiem” von Johannes Brahms

Zum Ewigkeitssonntag, 20. November 2022 um 17:00 Uhr in der Stadtkirche Wermelskirchen:

Kammerchor-Konzert Ein deutsches Requiem op. 45 von Johannes Brahms

in einer exklusiven und vermutlich erstmals in der geplanten Weise aufgeführten Fassung für Chor, Solisten, Pianoforte, Harmonium und drei Pauken.

1868 wurde Brahms mit der Uraufführung seines Werkes Ein Deutsches Requiem nach Worten der Heiligen Schrift (op. 45) in ganz Europa berühmt. Das besondere hierbei war, dass er statt des sonst üblichen lateinischen Textes die deutsche Bibelübersetzung Luthers als Textgrundlage verwendete. Brahms hat die Bibeltexte selbst ausgewählt. Er hat sich jedoch bei der Auswahl der Texte an keine starre Tradition gehalten; sein persönliches Empfinden leitete die Auswahl. Die Gesamtstimmung mag den einen eher philosophisch und den anderen kirchlich-religiös erscheinen. Mahnende Texte wie z.B. das Dies irae („Tag des Zorns“ Jüngstes Gericht) werden weggelassen.

Das Requiem konzentriert sich auf den Schmerz der Trauernden und ermutigt die Zurückgelassenen, Todesangst zu überwinden. Sein Augenmerk ist nicht auf das Schicksal der Toten gerichtet, sondern den Lebenden gewidmet, die über die Trennung Schmerz empfinden und die Sterblichkeit als “zum Leben dazu gehörend” zu verarbeiten haben.

Brahms ́ Requiem kündet vom Vergänglichen, vom Bleibenden und von der Verwandlung. Auf dem dritten Aspekt, der Verwandlung, liegt das ganze Gewicht: der Einbruch des Ewigen in die Realität des Vergänglichen löst alles aus Todesstarre und Angst. Hoffnung und Vorfreude auf die ewige Ruhe wären sonst nicht möglich. Zu Vergänglichkeit und Tod gehören Schmerz, Trauer, Seufzen und Weinen. Neben das ehrliche Feststellen der Vergänglichkeit stellt Brahms als großen Gegensatz den Hinweis auf den bleibenden Grund des Seins: Das Bleibende und Ewige setzt Freude, Lob, Wonne und Jauchzen frei. Eine “Verwandlung” führt vom Tod ins Leben, vom Schmerz zur Freude, vom Seufzen und Klagen zum Jauchzen und bildet so das Bindeglied zwischen Vergehendem und Bleibendem.

Die positiven, tröstenden Worte sind bei der Textauswahl von Johannes Brahms weitaus gewichtiger als die dunklen, schmerzlichen. Das Deutsche Requiem betont mehr die Freude als den Schmerz, ohne ihn zu beschönigen; es spricht verheißungsvoll von der hoffnungstragenden Verwandlung:

Denn wir haben hie keine bleibende Statt, sondern die zukünftige suchen wir. (Hebräer 13, 14)
Siehe, ich sage Euch ein Geheimnis: Wir werden nicht alle entschlafen, wir werden aber alle verwandelt werden; und dasselbige
plötzlich in einem Augenblick, zu der Zeit der letzten Posaune. Denn es wird die Posaune schallen und die Toten werden auferstehen unverweslich; und wir werden
verwandelt werden. Dann wird erfüllet werden das Wort, das geschrieben steht.

Der Tod ist verschlungen in den Sieg. Tod, wo ist dein Stachel? Hölle, wo ist dein Sieg?
1. Korinther 15, 51.52.54.55

Eintrittskarten erhalten Sie zu 14 € im Vorverkauf online über  https://www.bergisch-live.de/?384048  oder an den bekannten Vorverkaufsstellen von Bergisch-live/Remscheid-live z.B. Buchhandlung MARABU, Telegrafenstr. oder direkt bei den Mitgliedern des Kammerchors, Kontakt unter e-mail:  kantorei-wk@gmx.net

oder zu 16 € an der Abendkasse.

Schüler, Studenten, Azubis erhalten 50 % Ermäßigung (bis zur Vollendung des 27. Lebensjahres), Kinder unter 18 Jahren haben freien Eintritt.